Gehaltserhöhung: was netto ankommt
Fünf Prozent mehr brutto klingen gut. Netto bleibt davon je nach Einkommen deutlich weniger übrig. Hier siehst du den echten Zuwachs auf dem Konto.
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Warum so viel verloren geht
Entscheidend ist der Grenzsteuersatz, also der Satz auf den zuletzt verdienten Euro. Wer 4.000 Euro brutto im Monat verdient, zahlt auf jeden zusätzlichen Euro rund 42 Prozent Einkommensteuer plus etwa 20 Prozent Sozialabgaben. Von 100 Euro mehr brutto bleiben dann etwa 48 Euro.
Zwei Ausnahmen kehren das Bild: Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen entfallen die Sozialabgaben auf den zusätzlichen Teil, dann bleibt spürbar mehr. Und steuerfreie oder pauschal besteuerte Zusatzleistungen wie Fahrtkostenzuschüsse, Jobrad oder betriebliche Altersvorsorge kommen fast vollständig an.
Verhandeln mit Zahlen
- Rechne die gewünschte Erhöhung zuerst netto aus. Manchmal ist ein Sachbezug mehr wert als ein höheres Brutto.
- Beziehe dich auf das obere Viertel deines Berufs, nicht auf den Median. Der Gehaltsvergleich liefert den Wert.
- Frag nach dem Budgetzyklus. Wer zwei Monate vor der Planung fragt, hat bessere Karten als kurz danach.